achdeswegen

Posted by | · · | freiburg_gestalten · Protokoll | Keine Kommentare zu achdeswegen

Fionn Große stellte seine Idee eines Video/Audio-Podcastes „achdeswegen“ vor. Seit langem stößt ihm sauer auf, dass in den Kommentarspalten auf Facebook die Menschen meinungsstark aber oft nicht wirklich inhaltsstark sind und damit das Niveau der Diskussionen zu wünschen übrig lässt. Da wird dann lautstark in die Welt geschrien: “Ja, wo leben wir denn? Warum bekommt der nur Bewährung und muss nicht in den Knast?!”. Eine Diskussion über die Strafhöhe sei okay, meint Fionn, aber wenn die teilweise sehr guten Gründe für das Konzept die Strafe auf Bewährung auszusetzen nicht bekannt seien, dann ist es müßig zu diskutieren. Er hatte anfangs die Idee, Videoschnipsel mit typischen Jura-Fragen zu erstellen um diese in einer Diskussion verlinken zu können. Aber nach den ersten Videodrehversuchen merkte er, dass die Antworten eines Juristen nicht so spannend rüberkamen, wie es sein müsste. Und um dieses Problem zu lösen, kam er auf eine Konzeptidee die dem Format von Jung & Naiv sehr ähnelt, also ein Gespräch zwischen einem kompetenten Gast und dem “Host” Fionn aufzeichnet. Ein Gespräch über die Grundlagen des Sachgebietes, in dem der Gast kompetent ist. Diese Aufzeichnungen würden zwar filmisch sein, aber eher als Audiopodcast zu konsumieren sein, da die pure Gesprächssituation bildnerisch langweile. Und die Folgen hätten dann Laufzeiten zwischen 30 bis 120 Minuten.

In der Session gab es die Rückmeldung, dass die Verlinkung in den Kommentarspalten einen Bruch in der Plattform darstellen würde, also dass Menschen die Kommentare lesen würden, nur ungern einem Video-Link folgten – erst recht nicht, wenn der Link eine derart lange Laufzeit habe. Daher kam immer mehr heraus, dass die Idee nochmal etwas verfeinert werden muss und die Art und Weise des Konsums und der Zweck des Projektes genauer unter die Lupe gehören. Klar ist, da war sich die Session einig, dass ein schneller, unkomplizierter, kompakter Einstieg in ein komplexes Thema eine spannende Sache sei. Fionn ist erstmal für zwei Monate nicht in Freiburg, aber er werde sich Gedanken machen und weitere Anläufe nehmen.

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