KIOSK-PLUS

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In dieser Session wurden verschiedene Kiosk-Ideen für Freiburg besprochen. Wie könnte an solchen Orten ein vielfältiger Austausch gelingen? Und welche Potenziale haben mobilere Konzepte wie Pop-Up-Stores, um neue Räume zu erschließen und zu testen?

Fahrbarer Kiosk

Die Idee eines fahrbaren Kiosk in Freiburg wurde folgendermaßen umrissen:

  • in Freiburg ist er Bio und Eco mit regionalen Produkten
  • kann man in die Stadtteile fahren und so einen mobilen Begegnungsraum schaffen; z.B. auf große Parkplätze zu fahren; läuft unter „Hack The City“ (siehe Amsterdam)
  • er hat WLAN und Tablets zum kostenfreien Leihen: Teilhabegedanke (Lernen vor Ort)
  • Wie wichtig ist ein fester Standort?

Kiez-Kiosk

Ein anderer Ansatz wären Kiez-Kioske. Gibt es überhaupt einen Bedarf für eine solche Kiosk-Kultur? Es gebe derzeit eine Gegenbewegung mit Kiosk, Spätis, Tante Emma-Läden zu den großen Shopping Malls. Der Charme ist die zufällige und informelle Begegnung. Es ist ein Raum für alles und hat eine eigene Stadtteil-Geschichte, bzw. einen eigenen Kontext. Dadurch ergeben sich neue Synergien und Netzwerke. Im Rahmen der Digitalen Transformation gibt es (zunehmend?) ein Grundbedürfnis der physischen Vernetzung, Menschen zu treffen ohne sich zu verabreden. Flüchtige, flexible und offene Begegnungen.

Eignet sich ein Kiosk als neuer Lernraum, bzw. dritter Ort? Welche Potenziale hätte ein Kiosk für Stadtteil-Kommunikation? Es könnte dort kulturelle Angebote wie Lesungen oder Vorträge geben oder es könnte eine neue Form des Stadtteiljournalismus entstehen. Ein Kiosk stelle auch eine Möglichkeit dar für Parteien und Vereine, mit Zivilgesellschaft in den Dialog zu kommen.

Weitere Fragen waren: Wo fängt ein KIOSK an und wo hürt es auf (Foodtruck)? Funktioniert ein KIOSK ohne Alkohol? Schwierig sind dabei die Lizenzen für Alkoholausschank. Wie schafft man die Balance für einen adäquaten Alkoholkonsum? Wer betreibt es, bzw. handelt es sich primär um ein Geschäftsmodell oder ist es ein zivilgesellschaftliches Modell? Wie könnten beide finanziert werden? Ein Hinweis dazu war, die FWTM (Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe) mit ins Boot holen und ein Grundkonzept entwickeln. Eine weitere Idee wäre, dass zum Beispiel jeden Monat ein anderer kultureller Verein die Räumlichkeit betreibt.

Was ist der Charme von einem KIOSK? Einen kurzen Weg zu haben – auch am Sonntag. Es bräuchte viele KIOSKe, um eine KIOSK-Tour machen zu können vergleichbar mit einer kulinarischen und kognitiven Tapas-Kultur.


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